Intuition stärken: Wie du lernst, auf deinen inneren Kompass zu hören

Mein früheres Ich war mit der Fülle an Möglichkeiten, die unser heutiger Alltag bietet, nicht selten überfordert. Regelmäßig tat ich mich schwer damit, Entscheidungen zu treffen. Und damit meine ich nicht unbedingt die „großen, wichtigen Fragen“ des Lebens. Auch kleine, alltägliche Entscheidungen stellten mich mitunter vor eine große Herausforderung. Kennst du? Dann interessieren dich bestimmt die folgenden Tipps, wie du deine Intuition stärken kannst und leichter Entscheidungen treffen kannst. Pssst … auch dein Stress spielt hier eine Rolle.

Intuition stärken Berge

Intuition – irgendwie so ein großes, wichtiges Wort, wie ich finde. Jeder meint sie zu kennen, jeder meint sie zu haben und gleichzeitig ist sie häufig tief verschüttet unter unseren kopfgesteuerten Denkweisen. Wir haben also ein – gelinde ausgedrückt – verzwicktes Verhältnis zu ihr und tun uns schwer. Beziehungsstatus: Es ist kompliziert!

Doch warum eigentlich?

Was ist Intuition und was nicht? 

Wägst du auch ständig ab, überlegst hin und her? Lässt dich von Freunden oder Familie beraten um dann doch noch fünfmal drüber zu schlafen?

Und auch wenn wir gelernt haben, noch so sehr auf unseren Verstand zu hören und Entscheidungen bis ins kleinste Detail auszuleuchten, um auch ja keinen Fehler zu machen: Irgendwann kommen wir alle mal an einen Punkt im Leben, an dem wir einfach den Verstand ruhen lassen und unserer inneren Stimme folgen sollten.

Doch wie erkenne ich denn nun den beliebten 6. Sinn?

Noch sind sich Forscher nicht so ganz klar darüber, wie genau Intuition wirkt, wo sie sitzt und auf was sie zurückzuführen ist. Häufig wird sie gleichgesetzt mit unserem Bauchgefühl. Doch das stimmt nicht so ganz, denn Intuition hat mit Gefühlen nicht viel gemeinsam. Vielmehr ist Intuition unser innerer Kompass. Ein Warnsystem, das uns den Weg weist sowohl für alltägliche als auch für weitreichendere Entscheidungen.

Ursprünglich geht der Begriff aufs Lateinische „intueri = anschauen, betrachten“ zurück. Handeln wir intuitiv, treffen wir spontan und ohne genauere situative Beurteilung eine Entscheidung. Meist erfassen wir blitzschnell einen Sachverhalt, ohne langes Nachdenken oder Schlussfolgern. Doch trotz aller Spontanität, die der Intuition meist zugrunde liegt, ist sie nicht völlig fern von Rationalität. Vielmehr fließen unsere Sinneswahrnehmungen und unser Erfahrungswissen in die Entscheidungsfindung mit ein.

Im Gegensatz zu langwierigen Entscheidungsprozessen geschieht dies unmittelbar und bevor unser Bewusstsein aktiv wird. Nun dürfte dir auch klarwerden, warum die Intuition nicht gleichzusetzen ist mit (Bauch)-Gefühlen …

Gefühle sind eher situative Signale, die wir spüren und die auch durchaus ihre Daseinsberechtigung haben. Doch ihnen fehlt im Gegensatz zur Intuition das Erfahrungswissen. In Wissenschaft und Forschung hat sich daher auch der Begriff des „Bauchhirns“ etabliert. Ein vegetatives Nervensystem, dass übers Rückenmark direkt mit unserem Gehirn verbunden ist.

Dein Bauchhirn ist für alle deine unterbewussten Vorgänge verantwortlich – dein Gehirn für die bewussten.

Klingt alles sehr theoretisch, oder? Ist es auch ein wenig. Doch wenn wir uns die Intuition als Mittelsmann zwischen Unterbewusstsein und Bewusstsein vorstellen, wird’s etwas plakativer. Findest du nicht auch?

Die Intuition weist dein Bewusstsein ganz unbewusst in die richtige Richtung.

Und was passiert, wenn du gestresst bist?

Stehst du gerade unter Stress, wird’s natürlich schwieriger mit Intuition und Leichtigkeit von Entscheidungen. Denn in dieser Situation leiden ganz automatisch unsere Körper- und Gefühlswelten. Wir können unsere Körpersignale nicht mehr richtig wahrnehmen und haben so keinerlei Chance intuitiv zu handeln.

Nur über den Weg des Körpers haben wir überhaupt die Gelegenheit, intuitiv zu handeln. Während unser Verstand noch hinterherhängt, hat unser Körper schon längst die Regie übernommen und die Entscheidung gefällt.

Ist dieser Mechanismus durch zu viel Stress belastet oder überlagert, tun wir uns schwer mit der nötigen intuitiven Leichtigkeit. Stressbewältigungsstrategien wie Achtsamkeit, Meditation  oder autogenes Training können Abhilfe schaffen.

Übung macht den Meister?

Es hört sich alles so leicht und einfach an. Handeln wir intuitiv werden unsere Entscheidungen leichter, einfacher und …. damit auch richtiger? Ganz so einfach ist es leider nicht. Denn vor Fehlentscheidungen können wir nie so ganz sicher sein. Gilt im Übrigen auch für rationale Entscheidungen.

Wie in vielen anderen Lebensbereichen auch, können wir allerdings eins machen: üben, üben, üben.

Denn je mehr Erfahrung in einem Lebensbereich oder bei einer Tätigkeit erlangen, desto schärfer, sicherer und klarer wird auch unsere Intuition. Zusätzlich kannst du deine Intuition auch trainieren. Ähnlich der Achtsamkeit gibt`s einige Verhaltensweisen, die du beachten kannst.  

Du brauchst konkrete Tipps? Bitteschön:

1. Entspanne dich und kein Stress

Das Thema haben wir ja oben schon besprochen. Stress – vor allem der Dauerstress – ist Gift. Das wissen wir alle längst. Für die Schärfung deiner Intuition solltest du also schleunigst dem Stress ade sagen. Stressbewältigungsstrategien gibt es eine Menge. Du wirst sehen, wie viel leichter dir vieles fällt, wenn du die für dich wirksame endlich gefunden hast.

3. Sei Alleinsein

Regelmäßige Auszeiten und Phase des Alleinseins können extrem heilsam sein. Für mich sind sie inzwischen essentiell geworden. Denn die allgegenwärtige Reizüberflutung in Beruf und Alltag führt dazu, dass uns viel zu häufig der nötige Fokus und die Wahrnehmung flöten geht. Also nimm dir bewusst deine Auszeiten. Auch wenn es nur eine halbe Stunde am Tag ist. Nur so kannst du deine volle Konzentration auf dich … und nur auf dich … lenken.  

3. Fang klein an

Ein prima Tipp, der mir sehr weitergeholfen hat, ist der „vom Kleinen zum Großen“. Fang mit den kleinen und alltäglichen Dingen des Lebens an und folge hier konsequent deiner Intuition. Welche Hose willst du morgens anziehen? Nimm die, die dir sofort in den Sinn spring.

Weiter geht`s mit Kaffee oder Tee? Entscheide auch hier ganz intuitiv. Mit der Zeit bekommst du die nötige Sicherheit. Du wirst sehen. Und wenn du mal falsch liegst? Dann verbuche das unter Erfahrungen sammeln…

Und zu guter Letzt?

Die Intuition kann uns manchmal wirklich ein Bein stellen. Ein Fiesling sein und uns übel mitspielen. Ja, das kann sie. Sie kann aber auch zu deinem Verbündeten heranwachsen und dir ein innerer Kompass werden. Übe dich einfach in ihr, probiere und lerne, deine Intuition zu stärken.

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Author: Katharina

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