Raus und gut: Warum Stressbewältigung in der Natur so effektiv ist

Ich gebe zu, dieser Artikel steht schon länger auf meiner To Do Liste. Warum ich bislang noch nicht dazu gekommen bin, ist mir selbst unbegreiflich. Denn schließlich ist es eines meiner Herzensthemen: Stressbewältigung in der Natur. Das knirschende Laub unter den Schuhen oder die grandiose Aussicht auf dem Berggipfel entspannen mich jedes Mal sofort und unmittelbar . Doch Fakt ist, dass wir alle viel häufiger, Zeit in der Natur verbringen sollten. Warum? Das kannst du hier nachtlesen.

Stressbewältigung in der Natur

Ausgangslage: Was sagt die Wissenschaft?

Natur tut gut.

Ohne Wenn und Aber. Ohne Ablenkung und Chichi. 

Egal, ob im Wald, am Wasser, in den Bergen oder einfach auf der Wiese: Wenn wir draußen sind, spüren wir meist ganz intuitiv, dass Naturmomente sehr wohlinvestierte Zeit in unserem gehetzten und stressigen Alltag ist. Nicht nur körperlich kann sie uns nähren, auch seelisch versorgt sie uns durch ihre effektiven Erholungsquellen. Und nach und nach kommen auch Wissenschaft und Forschung dahinter.

Vor allem für Dauer-Stressgeplagte sind regelmäßige Aufenthalte in der Natur ein Segen.

Doch irgendwie scheint sich das Ganze noch nicht in die Köpfe und in den Alltag von uns Job- und Stressgetriebenen verankert zu haben. Warum eigentlich? Schließlich ist die Natur meist direkt oder in unmittelbarer Nähe verfügbar. Völlig umsonst noch dazu.

Dabei bedarf es nicht mal eines großen Aufwands. Für einen Spaziergang im Wald oder eine kleine Wanderung am Wochenende braucht’s keine kostspielige und aufwändige Ausrüstung. Selbst eine halbe Stunde Aufenthalt im Grünen tut gut und kann entstressen, vorausgesetzt wir machen es regelmäßig und nicht nur alle paar Monate mal.

Ich finde, ein relativ überschaubarer Aufwand im Vergleich zu vielen anderen Aktivitäten.

Das Training für einen Marathonlauf ist da schon deutlich aufwendiger und anstrengender. Und so wirkt ein Waldspaziergang oder eine Wanderung in den Bergen schnell genauso effektiv wie Entspannungskurse, Yoga oder Meditation.

Sport per se ist ja eine sehr effektive Methode zur Stressbewältigung. Der beste Weg, Stress zu reduzieren, liegt also in der Verbindung von beidem. Wandern, Trailrunning oder Walking … sind also ideal.

Wandern ist das neue Yoga

Ich liebe meine regelmäßigen Natur-Auszeiten beim Wandern oder Trailrunning sehr. Inzwischen sind sie fast überlebenswichtig für mich geworden. Und wenn du schon länger hier mitliest, weißt du sicherlich längst, dass es mir vor allem die Berge wahnsinnig angetan haben. Und dabei fühle ich mich nicht nur während des Sports tiefenentspannt. Auch das Gefühl danach ist jedes Mal überwältigend.

Man läuft dem Stress im wahrsten Sinne davon und fühlt sich danach einfach glücklich und endorphingeladen.

Blick auf Fluss

Schon überzeugt?

Glaub mir, ich kenne auch den Schweinehund, der gerade nach einem harten und hektischen Tag im Büro gerne mal anklopft. Und natürlich fällt es in seiner Anwesenheit enorm schwer sich aufzuraffen. Aber es lohnt sich.  

Outdoor als Lifestyle und Trend

Wandern, Klettern, Trailrunning … in den letzten Jahren haben sich Outdoorsportarten zu einem kleinen großen Trend entwickelt. Zu Recht wie ich finde, auch wenn wir alle noch viel mehr Zeit draußen verbringen sollten. Vor allem das Wandern hat dabei aus der eher angestaubten Ecke eine regelrechte Renaissance erlebt.

Wir wandern wieder gerne. Im Urlaub oder in den Ferien. Und während die Industrie sich schon längst auf die neue alte Zielgruppe eingeschossen hat, hält das Lebensgefühl Outdoor nur langsam Einzug in unser aller Alltag.  

Gründe, noch mehr Zeit in der Natur zu verbringen

Doch was genau macht die Natur denn nun tatsächlich so effektiv für unsere Stressbewältigung und Entschleunigung? Regelmäßige Natur-Auszeiten haben ganz verschiedene Vorteile für uns. Das Schöne daran ist, dass sowohl Körper als auch Seele fitter und ausgeglichener werden. Noch schöner ist, dass wir uns dazu auch nicht zwangsläufig sportlich betätigen müssen. Auch beim gemütlichen Aufenthalt in der Natur, wie z. B. beim Waldbaden, kannst du profitieren.  

Du zweifelst noch immer? Dann lies hier einfach weiter:

In der Natur kommst du zur Ruhe

Zugegeben die Natur hat natürlich auch ihre rauhen, ungestümen und wilden Seiten. Doch meisten assoziere ich mit ihr Stille, Ruhe und Sanftheit. Du auch?

Und diese Vorstellung kommt nicht von irgendwoher: Denn Vogelgezwitscher, Bachplätschern, knirschendes Laub oder weite Ausblicke in grüne Landschaften, wirken beruhigend auf uns. Wenn wir uns in der Natur aufhalten, schalten wir automatisch einen Gang runter. Ein Aufenthalt im Wald wirkt dabei besonders stresslindernd auf uns.

Das Ganze funktioniert natürlich am besten digital- und ablenkungsfrei. So können wir förmlich abtauchen und erholen uns nachhaltig und effektiv. 

Bereits 20 Minuten im Wald reichen, um unseren Cortisolspiegel zu senken. Cortisol bildet unser Körper unter Stress – das klassische Stresshormon also. Dauerhaft erhöht führt es allerdings zu einer Reihe gesundheitlicher Erkrankungen.

Immun- und Herzkreislaufsystem werden auf sanfte Weise gestärkt

Mir geht’s häufig so: Wenn ich draußen unterwegs bin – egal, ob beim Wandern, Laufen oder auch nur Spazieren gehen – merke ich manchmal gar keine Anstrengung.

Dies ist auch nicht verwunderlich, denn im Gegensatz zum eher fokussierten Training im Gym oder auf Asphalt, sind wir draußen in der Natur einer riesigen Fülle an Eindrücken ausgesetzt. Die Bewegung ist hier eher Mittel zum Zweck. Und gerade wenn an jeder Ecke oder hinter jeder Biegung eine neue Aussicht lockt, merken wir die Anstrengung, die Höhenmeter & Co. so mit sich bringen, gar nicht.

Vor allem in Bewegung mit der eher ruhige Art beim Wandern oder Walken führt dazu, dass du dich automatisch nicht überforderst. Leichte Intensitäten gekoppelt mit wechselnden An- und Abstiegen sind vor allem für die Fettverbrennung ideal. Natürlich trainierst du so auch ohne Druck und Überforderung deine Ausdauer in der für dich idealen Herzfrequenz

Ein Aufenthalt im Wald stärkt außerdem dein Immunsystem, denn wir atmen ganz automatisch Pflanzenstoffe ein – sogenannte Terpene. Sie wiederum aktivieren unsere körpereigenen Killerzellen und sind ein natürlicher und kostenfreier Immunboost. 

All diese Methoden sind somit perfekte Methoden zum Stressabbau.

Deine natürliche Aufmerksamkeit wird gefordert

Emails, Smartphone und digitale Datenfluten… permanent fordert der Alltag unsere Aufmerksamkeit. Unser Fokus ist ständig am Anschlag. Diese direkte Anstrengung führt vor allem in Summe und auf Dauer zur Erschöpfung. Da reicht schon der Feierabendstau, der unser System endgültig erschöpft.

Forscher haben schon in den 70 Jahren festgestellt, dass wir in einem natürlichen Umfeld in die „antrengungslose“ oder indirekte Aufmerksamkeit übergehen. Unsere Sinne rutschen wie von allein wieder ins Gleichgewicht, da jegliche Reizüberflutung durch die moderne Zivilisation ausgeschaltet wird. Wir switchen so quasi vom Zustand der Getriebenen in den Zustand der Geerdeten.

Blick in die Natur

Nicht umsonst versetzt uns der Ausblick vom Gipfel oder das Rauschen des Meeres in Staunen und Faszination. Du bist fokussiert, doch wirkliche Anstrengung ist fehl am Platz.

Also einfach raus und gut?

Klingt irgendwie alles so schön und einfach, findest du nicht auch? Irgendwie ist es das wohl auch. Einfach raus und gut eben. Und während ich hier schreibe, höre ich die Vögel im Garten zwitschern. Auch entspannend und letzten Endes so simpel. Also lass uns einfach öfter die Natur genießen; Körper, Geist und Seele werden es uns danken. Bin dann mal im Wald 🙂

 

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Author: Katharina

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