Achtsame Weihnachten: Ein Plädoyer und Tipps fürs Slow Christmas

Es ist mal wieder soweit. Die jahresendzeitliche Weihnachtszeit steuert ihrem Höhepunkt entgegen und wir mobilisieren unsere letzten Kraftreserven für die nächsten Tage. Weihnachtsfeiern, Weihnachtsmarkt, Geschenkewahnsinn, Plätzchen backen und last but not least das Instagram-taugliche Adventskalenderbasteln haben in den letzten Wochen ganz schön an unseren Nerven gezehrt. Entspannung ist und war in diesen Tagen wie immer Fehlanzeige. Trotz diverser Vorsätze, in diesem Jahr doch alles etwas entspannter anzugehen, konnten wir auch in diesem Jahr dem Weihnachtsstrudel nicht entziehen. Doch wie schaffen wir es endlich, den Blick fürs Wesentliche in dieser eigentlich schönen Zeit nicht zu verlieren, um wirklich achtsame Weihnachten feiern zu können.

Achtsame WeihnachtenWeihnachtsmarkt

Ich persönlich bin ja ein riesiger Weihnachtsfan. Besonders die Vorweihnachtszeit hat es mir angetan. Die Vorfreude, das Essen und die zahlreichen und zauberhaften Weihnachtsmärkte – all das liebe ich ja schon sehr. Auf der anderen Seite ist da dieser Stress und die Hetze, auch ja alles rechtzeitig fertig zu bekommen. Außerdem müssen wir ja häufig noch durch die halbe Republik reisen, um Freunde und Familie nicht zu vernachlässigen…. Und wenn wir schon mal beim Müssen sind: die abzuarbeitende Geschenkeliste schnellt in den letzten Tagen vor Weihnachten gefühlt ins Unendliche. Parallel müssen wir uns noch um das ja perfekte Weihnachtsmenü und – outfit kümmern. Ganz zu schweigen von den unzähligen Weihnachtsfeiern, bei denen unsere Anwesenheit doch bitte unbedingt erwünscht ist.

Haus im Schnee

Grund genug dann doch endlich am vierten Advent und zu den Feiertagen die Handbremse zu ziehen und mindestens einen Gang runterzuschalten.  Schließlich gehört die Stille, Ruhe und Einkehr ja auch zu dieser Jahreszeit dazu und durch unsere nicht enden wollende Gehetztheit durchbrechen wir diesen natürlichen Zyklus immer wieder. Doch wie gelingt uns das am besten? Wie können wir uns auch im heftigsten Weihnachtstrubel unsere Ruheinseln schaffen, um dem Stress zu entkommen? Hier sind sechs Tipps für euch: 

1. Fokussiere dich auf die wahre Bedeutung von Weihnachten

Ich gebe zu, dieser Punkt klingt auf den ersten Blick einfacher als er ist. Denn wie bei vielen anderen Dingen auch müssen wir uns hier in erster Linie frei machen von unserem inneren Erwartungsdruck. Es muss zu Weihnachten nicht das perfekte Fest geben. Im Gegenteil, eine Inszenierung braucht keiner. Und egal wie ihr euer Fest begeht, ein Punkt sollte dabei doch immer im Vordergrund stehen. Euer Fest darf auch Makel haben und es muss sich eben nicht alles so abspielen, wie in den Hochglanzmagazinen. Ich gebe zu, dass die üppig geschmückten Innenstädte, unzählige Weihnachtsanzeigen und glitzernde Social-Media-Posts es uns ziemlich schwermachen, diesem Erwartungsdruck zu entsagen.

achtsame Weihnachten mit schneebedeckten Tannenzweigen

Und so ist es nicht ganz einfach sich einem überladenen Weihnachtstheater zu entziehen. Doch einen Versuch ist es auf jeden Fall wert. Denn viel glücklicher und zufriedener macht es, wenn wir uns wieder mehr auf die wahre Bedeutung von Weihnachten konzentrieren. Die Liebe und Nähe zu den Nächsten und auch zu uns selbst. Alles Künstliche und Aufgebauschte hat keinen Platz und bleibt fortan draußen. Es muss nicht das 6-Gang Menü am Heiligen Abend sein. Es reichen auch 2-3 Gänge und wir sind satt und glücklich. Und wie bei so vielen anderen Dingen gilt, wie ich finde auch hier: Authentizität schlägt Perfektionismus.   

2. Baue bewusste Rauszeiten ein

Ok, das Wetter zur jetzigen Jahreszeit mag selten einladend sein. Ganz nebenbei verabschiedet sich das Tageslicht gefühlt kurz nach dem Aufstehen wieder. Doch auch gerade an den Feiertagen sollten wir der Endlosschleife aus Bescherung, Essen und Familie zumindest zeitweise entfliehen. Am besten indem wir bewusste und aktive Draußen-Zeiten einbauen. Spazieren gehen, wandern oder laufen – all das lässt sich auch perfekt in Gemeinschaft unternehmen. Ich selbst liebe es zum Beispiel an einem der Feiertage eine lange Wanderung zu machen. Am besten dann, wenn der Weihnachtstrubel sich schon dem Ende entgegen neigt. Und nicht nur körperlich bringt uns ein wenig Aktivität in diesen Tagen viel. Auch geistig können wir so den negativen Gedanken, kulinarisch mal wieder über die Stränge geschlagen zu haben, wiedersetzen.

Wandern im Schnee

3. Bücherauszeit nur für dich

Neben ein wenig Aktivität kann auch eine Bücherauszeit sehr heilsam und stresslindernd sein. Und das Schöne daran ist, hierfür reichen schon ein paar Stunden am Morgen oder Abend aus. Im Pyjama unter der Decke oder vor dem Kamin können wir so herrlich schmökern und endlich die wohlverdiente Ruhe genießen. Außerdem gehören Bücher doch sowieso zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken und liegen bei den meisten von uns unterm Weihnachtsbaum.

4. Verwöhne dich mit gutem, aber maßvollem Essen

Das Thema Essen nimmt ja irgendwie schon ganz automatisch um Weihnachten herum eine wichtige Rolle ein. Es wird groß aufgetischt und endlich bekommen auch mal die ausgetüftelten Rezepte ihre große Bühne. Doch auch hier können und sollten wir uns wieder mehr auf das Wesentliche konzentrieren. Sollten die gemeinsame Zeit lieber am Tisch verbringen als stundenlang in der Küche zu stehen und schon satt zu sein, bevor das eigentliche Essen erst so richtig beginnt. Und nein, niemand muss sich dann auch noch den Bauch vollschlagen bis zum gefühlten Platzen. Ein achtsamer Umgang mit unserem Essen und unserem Essverhalten wirkt hier Wunder. Wir lernen, wieder mehr zu genießen und schätzen den Augenblick an einem liebevoll gedeckten Tisch viel mehr als ein überladenes und opulentes Essen.  

5. Gönne dir einen Wellness Tag

Neben ein bisschen Aktivität, gutem Essen und dem ausgedehnten Schmökern in Büchern kann auch ein Wellness-Tag oder –Nachmittag für unsere Entspannung Wunder wirken. Es muss ja nicht gleich ein mehrtägiges Wochenende im Hotel sein. Ein gutes und schönes Spa findet ihr auch meist direkt vor eurer Haustür. Und ob ihr euch alleine oder gemeinsam mit Partner, Freunden oder Familie eine Wellness-Auszeit gönnt, kann jeder selbst entscheiden. Angenehmer Nebeneffekt ist auch, dass ihr damit auch eine prima Geschenkidee habt. Einfach Zeit und Entspannung verschenken und auf diese Weise zusätzlich auch dem Konsumwahnsinn ein wenig Einhalt gebieten.  

6. Zelebriere den Augenblick

achtsame Weihnachten im Schnee

Was gibt es schöneres als die funkelnden Kinderaugen kurz vor der Bescherung? Oder ein paar langersehnte Schneeflocken just in time am Heiligen Abend? Letzten Endes sind es doch die kleinen manchmal sogar spontanen Augenblicke, die sich in unsere Erinnerung brennen und die wir im Herzen bewahren. Und die lassen sich sowieso nicht in unsere häufig so akribisch ausgetüfftelte vorweihnachtliche Planung einbinden. Viel wichtiger ist dann doch, dass wir genau diese Momente bewusst genießen und nicht im hektischen Treiben übersehen. Das können wir natürlich am besten, wenn wir das Hier und Jetzt zelebrieren und genauso, wie wir es auch im Alltag praktizieren sollten, achtsam mit uns umgehen. Dafür reicht auch eine schlichte und reduzierte Dekoration vollkommen aus. Die können wir nach Weihnachten auch schnell wieder wegräumen und haben viel mehr Zeit für das Wesentliche.

Weniger Extravaganz, mehr Schlichtheit und den Fokus auf die besinnlichen Momente. Das wünsche ich euch für die anstehenden Feiertage. Noch einige weitere Tipps für entspannte Weihnachtstage gibt’s bei der lieben Anna von Fräulein Stressfrei.  … und vielleicht habt ihr ja noch weitere hilfreiche Tipps für unseren Slow Christmas 2018!

 

 

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Author: Katharina

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