Stress lass nach: 7 einfache Tipps für mehr Achtsamkeit im Alltag

Seitdem ich mich mehr mit dem Thema Achtsamkeit beschäftige, steigt meine Begeisterung und Faszination fast täglich. Dachte ich bis vor ein paar Monaten beim Gedanken an eine achtsame Lebensweise noch ausschließlich an Meditation, hat sich dies inzwischen grundlegend geändert. Heute weiß ich, wie vielseitig und vielschichtig das ganze sein kann. Auch ist mir längst bewusst geworden, in wie vielen kleinen Situationen wir Achtsamkeit im Alltag praktizieren können und wie unterschiedlich diese aussehen können.

Achtsamkeit im Alltag

Meine einfachsten Tipps habe ich für euch hier mal zusammengestellt. Schaut doch mal, wie schnell und einfach ihr Tag ein und Tag aus dem Stress und der lauten Welt entfliehen könnt.

1. Nimm dir deine Offline-Zeit

Achtsamkeit Notebook offline

Wir wissen es ja eigentlich alle bereits. Unsere ständige Erreichbarkeit am Handy, Tablet oder Notebook ist irgendwie unser ständiger Begleiter geworden. Morgens greifen wir zuerst zum Handy, was häufig noch direkt neben unserem Bett platziert ist. Abends sitzen wir noch bis kurz vor dem Einschlummern vor den Bildschirmen. Dass dies alles nicht wirklich gut für uns und meist auch unsere Liebsten ist, wissen wir längst. Also warum nicht einfach mal den Tag bewusst mit Offline-Zeit starten. Gerade am Morgen, wenn wir noch klar und ungefiltert von äußeren Eindrücken den Tag beginnen, verfügen wir noch über den nötigen Fokus und Klarheit. Diese Zeit sollten und können wir doch viel besser nutzen, als direkt zum Handy zu greifen. Eine Runde meditiert, 5-10 Minuten Yoga oder einfach barfuß durchs Gras im Garten zu laufen, bringt uns schon eine Menge hin in Richtung mehr Achtsamkeit im Alltag. Und die 5-10 Minuten hat doch wirklich jeder von uns übrig, wenn wir mal ehrlich sind.

2. Sei kreativ

Achtsamkeit Kreativität Klaviernoten

Auch eine tolle Möglichkeit, ein wenig Achtsamkeit in den Tag zu integrieren, ist Kreativität oder kreatives Arbeiten. Zugegebenermaßen ist dieser Punkt bei mir noch am wenigsten entwickelt. Ich finde ihn aber sehr reizvoll. Und vor allem ist er so vielseitig. Denn egal ob Malen, Basteln, Schreiben oder einfach ein paar Takte musizieren, all das zählt dazu und macht das ganze so spannend und gleichzeitig auch so einfach in der Umsetzung. Erwiesenermaßen tut es unserem Gehirn auch sehr gut, wenn wir uns immer wieder neuen Dingen zuwenden. Sozusagen heraustreten aus unserer Komfortzone und unseren Erfahrungsschatz erweitern. Vor allem das aktive Arbeiten und Formen mit unseren Händen lässt uns prima abschalten und eintauchen in unseren kreativen Schaffensprozess. Der schöne Nebeneffekt, dass am Ende nicht selten auch noch etwas Physisches in Form eines Bildes, Gedichts oder ähnliches entsteht, lässt uns diese bewusst erlebte Zeit sogar noch verstärken.

3. Finde deinen Ruheort

achtsamer Ruheort Wald

Habt ihr schon mal drüber nachgedacht, dass es nicht nur Aktivitäten sein können, die uns zu mehr Achtsamkeit verhelfen können, sondern auch bestimmte Orte? Ein Ort, an dem wir sofort Ruhe und Gelassenheit verspüren. Dies ist dann euer ganz persönlicher und sicherer Ort, an dem wir sofort alles Hektische um uns herum ausblenden können und uns auf das Wesentliche konzentrieren können? Idealerweise sollten wir alle einen solchen Ort besitzen. Und falls ihr noch keinen habt oder euch zu diesem Thema überhaupt nichts einfällt, dann macht euch am besten noch heute auf die Suche nach genauso einem stillen Ruhepol.

Bei mir sind es ganz klar die Berge, die gleichzeitig eine wahnsinnige Energie aber auch Ruhe auf mich ausstrahlen. Sollte ich sie mal nicht direkt vor der Haustür haben, was leider viel zu häufig der Fall ist, dann tut es für mich auch der Wald. Doch ihr müsst gar nicht unbedingt vor der Haustür schauen. Auch zu Hause gibt es viele potentielle Ruheorte oder besser noch Oasen für uns. Für den einen mag es der liebevoll dekorierte Balkon oder Garten sein und für den nächsten der Bastelkeller, die heimelige Couch oder die Wellness-Badewanne, in die man regelmäßig abtauchen kann. Ganz egal wo, ihr entscheidet, an welchem Ort ihr euch ruhig und sicher fühlt.

4. Raus in die Natur

Zeit in der Natur beim achtsamen Wandern

Dieser Punkt gehört natürlich zu meinen Favoriten. Ich liebe es einfach, Zeit draußen zu verbringen. Inzwischen ist es mir auch ziemlich egal, ob es dabei um mich herum stürmt, regnet, schneit oder die Sonne glüht. Nirgendwo anders kann ich so gut abschalten, wie in der Natur. Meist gestaltet ich meine „Natur-Zeit“ in aktiver Form beim Wandern, Laufen oder Klettern. Denn gerade in Kombination mit körperlicher Betätigung bin ich ganz bei mir und kann alles um mich herum am besten ausklammern. Ich konzentriere mich dann ganz bewusst nur auf meine Atmung, die Bewegungsabläufe und die wunderschöne Natur um mich herum. Doch auch eine regelmäßige Yoga-Routine am klaren Bergsee oder meditieren am einsamen Strand ist toll, wertvoll und schult unsere Achtsamkeit. Und dafür reichen auch schon ein paar Minuten. Es muss also auch hier nicht immer gleich ein ganzer Tag sein.

5. Dankbarkeit

Dankbar am Strand

Dankbarkeit – wieder so ein Schlüsselwort der letzten Monate und Jahre für mich. Denn bis dato habe ich mich um Dankbarkeit herzlich wenig geschert. Im Gegenteil, meist habe ich mich noch zusätzlich gerne in meinem Elend gewühlt, um aller Welt klar zu machen, wie arm dran ich doch gerade wieder bin. Nur mir konnte so etwas mal wieder passieren und alle anderen haben wieder viel mehr Glück als ich. Lang hat’s also gedauert, bis ich erkannt haben, dass ein wenig mehr Dankbarkeit fast automatisch dazu führt, das Leben nicht mehr ganz so schwer zu nehmen. Im Gegenteil, es wird sogar erstaunlich leicht, wenn wir jeden Tag eine kleine Dankbarkeits-Routine in unseren Tag integrieren.

Fünf Minuten am Abend als täglicher Begleiter

Schon einmal probiert? Nein, dann fangt doch am besten heute Abend noch damit an. Denn die Zeit vor dem Zu-Bett gehen eignet sich hierfür einfach perfekt. Wir können den Tag und das Erlebte noch einmal vor unserem inneren Auge Revue passieren lassen. Die Dinge, für die wir besonders dankbar sind aufschreiben. Natürlich in unser separates Dankbarkeitsbüchlein und natürlich digitalfrei. Sich in Erinnerung rufen, wofür man dankbar ist, hilft aber auch immer zwischendurch. Gerade dann, wenn wir in Stress geraten, Konflikte sich anbahnen oder wir mit unerwarteten Hürden zu kämpfen haben. Genau dann, wenn unsere Stimmung und Laune sonst immer abgedriftet ist, stoppen wir so den negativen Gedankenstrudel und halten kurz und ganz bewusst inne.  

6. Sport, Sport, Sport …

achtsames Laufen

Ok, ich gebe zu. Auf den ersten Blick oder beim ersten Lesen mag dieser Punkt vielleicht nicht allen Lesern einleuchtend sein. Das mag sicherlich daran liegen, dass wir Achtsamkeit zunächst eher mit Meditieren, Ruhe, Stille und Einkehr assoziieren. Während wir uns beim Sport auspowern und bis zur Erschöpfung abkämpfen sollten. Doch immer mehr Studien und Untersuchungen zeigen, dass wir auch beim Sport sehr wohl Achtsamkeit praktizieren können. Hierzu eignet sich natürlich in erster Linie moderates Ausdauertraining in der Natur wie z.B. Laufen oder Wandern. Doch auch Yoga bietet hier natürlich tolle Möglichkeiten. Ich persönlich laufe oder wandere ja liebend gerne. Auch alleine, wobei es natürlich ein paar Dinge zu beachten gibt und ich auch immer auf meine Sicherheit achte. Dabei versuche ich mich dann ganz auf die Natur um mich herum und meine Atmung, Schritte usw. einzulassen und ganz in meine Umgebung einzutauchen. Doch auch in einer kleinen, überschaubaren Gruppe lässt sich achtsam sporteln, wenn wir es schaffen die heute so weit verbreiteten Höher-Schneller-Weiter-Gedanken mal abzulegen.  

7. Zelebriere dein Essen bewußt

achtsam essen

Essen müssen wir ja alle und das gleich mehrmals am Tag. Längst wissen wir natürlich auch, dass das schnelle Sandwich mittags vor dem PC oder das hektisch an der Bahnhofsbäckerei besorgte Croissant am Morgen, welches wir dann schnell in der U-Bahn verdrücken, unserer Gesundheit nicht gerade zuträglich ist. Schon gar nicht gehört zu einem achtsamen Umgang mit uns und unserem Körper. Warum nicht also auch bei einer so alltäglichen Tätigkeit wie Essen zurück zu einem Mehr an Achtsamkeit und Weniger an Hektik? Die Slow-Food-Bewegung gibt es ja schon seit längerem. Aber seien wir mal ehrlich. Die meisten von uns nehmen sie wohl eher als eine Modeerscheinung war, als dass sie uns zur Gewohnheit geworden wäre. Doch wie wäre es, wenn wir uns zumindest bei einer Mahlzeit am Tag wieder ganz bewusst und ausschließlich auf unser Essen besinnen. Uns ohne digitales Hintergrundrauschen an den Tisch setzen und unser im besten Fall selbst zu bereitetes Essen wieder mit allen Sinnen schmecken und fühlen.

Und was sind deine Tipps für mehr Achtsamkeit im Alltag?

So, das wären meine Tipps für die tägliche Portion Achtsamkeit. Ihr seht selbst, wie vielfältig die Möglichkeiten sind. Selbst fünf Minuten reichen aus, um uns und unsern Alltag ein wenig zu entstressen. …. Und vielleicht kennt ihr sogar noch weitere Tipps? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen. Ich freue mich!

 

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Author: Katharina

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