Wanderung Schober & Frauenkopf: Die perfekte Afterwork-Tour im Salzkammergut

von Katharina

Während meines herbstlichen Salzburg-Aufenthalts durfte natürlich ein Abstecher in die umliegende Bergwelt des Salzkammerguts nicht fehlen. Angesichts der Fülle an möglichen Wanderungen, die sich von Salzburg aus anbieten, fiel mir die Wahl wirklich nicht leicht. Die Wettervorhersage war unbeständig in diesen Septembertagen. Daher sollte die Tour auch nicht zu lang sein. Und nebenbei natürlich auch leicht zu erreichen. Nach eingehender Recherche entschied ich mich schließlich für die Wanderung auf den Schober und Frauenkopf. Wie sich herausstellte eine perfekte Rundwanderung, mit der man auch zum Feierabend noch starten kann und super vom alltäglichen Stress abschalten kann. Aber lest selbst. 

Wanderung Schober & Frauenkopf: Ausgangspunkt am Forsthaus Wartenfels

Ausgangspunkt dieser schönen und kurzweiligen Tour ist das idyllisch gelegene Forsthaus Wartenfels. Das Forsthaus, welches im Übrigen auch ein tolles Restaurant beheimatet, liegt am Fuße von Schober und Frauenkopf und zwischen Mond- und Fuschlsee. Es gehört noch zum Ort Thalgau, welchen ihr aus Richtung Salzburg über die Autobahn A1erreicht.

Forsthaus Wartenfels am Fuße des Schober

Das idyllische Forsthaus Wartenfels am Fuße des Schobers

Parkgelegenheiten gibt es am Forsthaus genügend – zumindest im September. Ich vermute mal, in der Hochsaison ist es hier deutlich voller. Wer sich beide Gipfel vornimmt, den erwartet eine tolle Rundwanderung, die ohne Probleme in beide Richtungen bestritten werden kann. Natürlich könnt ihr auch „nur“ auf den Schober hinauf. Die Gipfel liegen aber so nah beieinander, dass es fast schon Frevel wäre, den Frauenkopf auszulassen. Unmittelbar am Forsthaus studiere ich erst einmal die hübsche, handgemalte Wanderkarte.

handgemalte Wanderkarte mit dem Rundweg Schober-Frauenkopf

Hier geht’s lang

Jetzt habe ich zumindest schon mal einen guten Überblick, denke ich mir noch und starte auch direkt. Schließlich ist es schon späterer Nachmittag und das Wetter bislang eher wechselhaft. Ich schlage also Weg Nr. 10 ein, der mich zunächst einmal in den Wald in Richtung der Ruine Wartenfels führt.

Wanderung Schober & Frauenkopf: Ausgangspunkt am Forsthaus Wartenfels

Die Ruine lasse ich nach einigen Minuten in nördlicher Richtung hinter mir und steige weiter durch die Serpentinen im dichten Nadelwald hinauf. Ganz allmählich lichtet sich der Wald. Über ein paar abenteuerlich befestigte Holztreppen und –stufen geht’s weiter und Meter um Meter wird es immer steiler.

Holztreppen auf dem Weg zum Schober-Gipfel

Schaufelstiel Eck auf dem Weg zum Schober

Und bislang war das Wetter an diesem Tag ja eher durchwachsen. Bislang zumindest… Denn genau in dem Moment, als ich die Waldgrenze erreiche und einen ersten Blick auf den Fuschlsee erhaschen kann, kommt die Sonne durch. Was für ein Spektakel und mein Glück, dass ich mich noch zu dieser Tour entschieden habe, denke ich mir mit einem kleinen Lächeln im Gesicht. Ich bin alleine unterwegs an diesem Nachmittag und genieße die Ruhe und Stille an diesem Nachmittag total. Denn erst kurz unter dem Gipfelkreuz treffe ich wieder auf Mitwanderer. Auf diese Weise kann ich perfekt abschalten und runter kommen. Eine wunderbare Wanderung, die ich nur mit mir allein genieße!

Seenpanorama auf dem Weg zum Schober-Gipfel

Schon während des Aufstiegs gibt es traumhafte Ausblicke auf die umliegende Seenlandschaft zu bestaunen

Wanderung Schober & Frauenkopf: Seen, Seen, Seen wohin das Auge reicht

Die letzten Meter auf dem Weg zum Gipfel wird der Weg dann auch deutlich felsiger und steiniger. Nun heißt es wieder kraxeln und hier und da durchaus Obacht geben. Denn durch den Regen zuvor ist der Boden nass und teilweise doch sehr rutschig. Die ausgesetzteren Passagen sind vorbildlich mit Drahtseilen und Trittstufen gesichert. So lassen sich die letzten Höhenmeter doch ganz gut zurücklegen und in gerade mal 45 Minuten Gehzeit erreiche ich auch schon den Gipfel des Schobers (1.328 m).

Oben angekommen spielt auch die Sonne mit und ich kann den atemberaubenden 360 Grad Blick über die Seen- und Berglandschaft des Salzkammerguts genießen. Nur Seen, Seen und nochmals Seen. Und weiter hinten am Horizont erkennt man den Schafberg. Ein absolut einmaliges Panorama! An guten Hochsommertagen lädt der Schober-Gipfel auf jeden Fall zu einem ausgedehnten Picknick ein. Aufgrund des wechselhaften Wetters am heutigen Tag sehe ich zu, dass ich weiterkomme. Der Gipfel des Frauenkopfs wartet ja schließlich noch auf mich.

Ausblick auf den Schafberg

Auf dem Schober-Gipfel kann ich in östliche Richtung sogar den markanten Schafberg bestaunen.

Ausblick vom Gipfel des Schober

Wanderung Schober & Frauenkopf: Ganz allein auf dem Gipfel des Frauenkopfs

Daher wähle ich auch nicht den gleichen Weg wieder zurück, sondern nehme den Steig, der rechts vom Gipfelkreuz weitergeht. Das erste Stück führt mich relativ steil abwärts gen Süden vorbei an der Schober Schutzhütte.

Schober Schutzhuette

Die Schober Schutzhütte

Danach geht’s weiter abwärts und ich tauche wieder ein in den dichten Wald. Nach einem kurzen erneuten Anstieg erreiche ich nach nicht einmal 10 Minuten auch schon den Gipfel des Frauenkopfs (1.304 m). Ja, richtig gelesen. Zwischen den Gipfeln von Schober und Frauenkopf liegen nur wenige Minuten Gehzeit. Nachdem ich auf dem Schober-Gipfel noch einige Mitwanderer getroffen habe, bin ich auf dem Gipfel des Frauenkopfs nun ganz allein. Und nachdem es schon späterer Nachmittag ist, kann ich einen fantastischen spätsommerlichen Sonnenuntergang in vollen Zügen genießen. Ein Traum und ein Gipfelerlebnis wie aus dem Bilderbuch! Doch irgendwann geht leider auch der schönste Gipfelmoment zu Ende. Zum Glück wartet ja jetzt „nur“ noch der Abstieg auf mich und das erste Stück führt mich wieder durch den Wald.

Ausblick vom Frauenkopf auf den Fuschlsee

… und nur ein paar Minuten später gibt’s auf dem Gipfel des Frauenkopfs das nächste Panorama!

Wanderung Schober & Frauenkopf: Der steinige Weg zurück

Relativ schnell entwickelt sich der angenehme Waldpfad allerdings zu einem ziemlichen Geröllweg, der meine Aufmerksamkeit auch voll fordert. Denn es geht ganz schön steil bergab und teilweise wird‘s sehr rutschig und steinig. Das ein oder andere Mal bin ich kurz davor auf dem Hosenboden zu landen. Irgendwie scheine ich aber Glück zu haben und ich kann mich immer auf den Beinen halten. Ganz schön lang ziehen sich die Geröllfelder nach unten, doch irgendwann erreiche ich zum Glück wieder den angenehmen und breiten Forstweg. Dann sind es auch nur noch gefühlt ein paar Minuten und ich erreiche endlich wieder meinen Ausgangspunkt, das Forsthaus Wartenfels. Gut so, denn zu diesem Zeitpunkt dämmert es schon deutlich und die Dunkelheit lässt sicher nicht mehr lange auf sich warten.

Blick vom Gipfel des Frauenkopfs

Wanderung Schober & Frauenkopf: Und zu guter Letzt … Die Fakten

Streckenlänge:  4 km beim Rundweg Schober-Frauenkopf

Höhenmeter: 400 HM

Schwierigkeit: Mittel

Beschaffenheit: einige exponierte Stellen – leichte Kraxellei – einige Geröllfelder

Einkehrmöglichkeit:  Forsthaus Wartenfels

Anforderungen: schwindelfrei und trittsicher

Parkmöglichkeiten: sehr gut (unterhalb Forsthaus Wartenfels

 

GEFÄLLT EUCH DIESER BEITRAG? Dann folgt mir doch auf Bloglovin und bleibt so immer auf dem Laufenden über meine neuesten Artikel. Oder schaut mal auf Facebook, Instagram und Pinterest vorbei – Ich freue mich auf euch!


TEILEN AUF: 

Related Articles

Leave a Comment

Diese Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und die Nutzererfahrung zu verbessern. OK Mehr Details