Die Teufelsmauer im Harz: Rund um Blankenburg

von Katharina

Außergewöhnliche Naturschauplätze üben ja bekanntlich eine besondere Faszination und Anziehungskraft auf uns aus. Vor allem dann, wenn sich zahlreiche Sagen um Mythen vergangener Zeiten um sie herum ranken. So verhält es sich auch mit der Teufelsmauer im Harz, die atemberaubend schöne und gleichzeitig auch geheimnisvolle Highlights aufweist. Bizarre Felsformationen und markante  Klippenabschnitte – eine Wanderung auf, um und entlang der Mauer rund um Blankenburg im Harz ist außergewöhnlich beindruckend und somit für jeden Harzliebhaber ein absolutes Muss. Ganz egal, ob der Teufel nun seine Hand im Spiel hatte oder nicht…

Die Teufelsmauer im Harz rund um Blankenburg - Grossvater

Mystische Felsabschnitte auf insgesamt 30 km

Insgesamt erstreckt sich der Höhenzug auf einer Länge von ca. 30 km von Blanckenburg bis Ballenstedt im nördlichen Harzer Vorland und passiert in ihrem Verlauf auch die Orte Timmenrode, Weddersleben und Neinstedt. Die schönsten Abschnitte liegen sicherlich zwischen Blanckenburg und Timmenrode sowie im weiteren Verlauf zwischen Weddersleben und Neinstedt. Geologisch gesehen sind die markanten Sandsteinformationen zurückzuführen auf die Kreidezeit. Und auch wenn die Komposition der Felsen sich an dieser Stelle mit seitenlangen wissenschaftlichen Informationen erklären ließe, möchte ich an dieser Stelle darauf verzichten und fortan auf deren eindrucksvolle, visuelle Schönheit verweisen. 

Denn Eindrücke gibt es auf der Wanderung eine Menge. So erging es auch uns, als wir am ersten frühlingshaften Wochenende diesen Jahres, die Tour gegangen sind. Klar, haben wir uns hierbei erstmal nur auf die Höhepunkte und die herausragendsten Landschaftsabschnitte konzentriert, denn die komplette Strecke ist für einen einzigen Tag sicherlich sehr ambitioniert und führt teilweise auch über weniger spektakuläre Strecken, wie Feldwege, Dörfer und asphaltierte Abschnitte.

Zuerst wollten wir also den sicher berühmtesten Abschnitt zwischen Blanckenburg und Timmenrode erkunden. Der Einstieg in Blanckenburg ist relativ leicht am östlichen Ortsrand zu finden. Ausgehend vom Parkplatz am Schnappelberg sind auch wir in die Tour gestartet, wobei der Einstieg in den Teufelsmauerstieg hier bestens ausgeschildert an der Straße Heidelberg liegt und somit ganz leicht zu finden ist. Gleich zu Beginn nach den ersten Metern bergauf hat uns relativ schnell das erste Highlight erwartet. Der Großvaterfelsen (317 m) erhebt sich majestätisch und das Hinaufklettern auf diesen ist auf jeden Fall lohnenswert. Zwar ist hier ein wenig Trittsicherheit und Konzentration erforderlich, dafür wird man oben aber auch mit einer wunderbaren Aussicht über Blanckenburg und das Harzer Vorland entschädigt. 

Die Teufelsmauer im Harz rund um Blankenburg - Katharina beim Wandern auf der Teufelsmauer

Klettern und Kraxeln für die ganze Familie

Lässt man diesen ersten Höhepunkt dann also hinter sich, steht man vor der Wahl, ob man auf dem Kammweg oder an der Südseite unterhalb bzw. am Fuße der Mauer entlangwandern will. Da es sich bis zum nächsten Highlight dem Hamburger Wappen um einen Rundwanderweg handelt, haben wir uns auf dem Hinweg für die Route auf dem Kamm – dem sogenannten Löbbeckestieg – entschieden und sind auf dem Rückweg am Fuße unterhalb der Mauer entlanggegangen. Es wird also mit Sicherheit nicht langweilig. Gerade die Strecke auf dem Kamm ist toll und abwechslungsreich. Teilweise fühlt es sich sogar ein wenig abenteuerlich an, denn man kann hier und da sogar einige Passagen erklettern. 

Die Teufelsmauer im Harz rund um Blankenburg - Hamburger Wappen

Nach ca. 2 km, die sich durch das ständige Auf und Ab auf der Kammhöhe von der Dauer her nur schwer einschätzen lassen, erreicht man das Hamburger Wappen. Der Name ist hier Programm, denn die drei steil aufragenden Sandsteinfelsen erinnern sofort an das gleichnamige Wappen. Der Platz um die dreihöckige markante Felsformation lädt richtig zum Verweilen ein. Im Sommer lässt es sich hier wunderbar Picknicken, da kommen wir wieder, haben wir spontan beschlossen. Neben schönen Rasenflächen gibt es hier unzählige kleine und große Felsen, Steinplatten, Vorsprünge, und kleine Höhlengänge, die vorgelagert zum eigentlichen Massiv sind und von denen aus sich wirklich tolle Fotomotive ergeben. Und auch die obligatorische Stempelstelle für die Harzer Wandernadel fehlt hier natürlich nicht.

Die Teufelsmauer im Harz rund um Blankenburg - Zweige vor dem Hamburger Wappen

Die Teufelsmauer im Harz rund um Blankenburg - Katharina vor dem Hamburger Wappen

Nach einer kurzen Rast haben wir uns für den Rückweg dann für die Strecke unterhalb der Mauer entschieden. Sie hat eher bequemen Charakter und ist gut in 20-30 Minuten machbar. Hauptsächlich geht man hier durch Wald oder waldähnliches Gelände, wobei sich zwischendurch immer wieder schöne Aussichten auf die Teufelsmauer ergeben. Wieder angekommen beim Großvaterfelsen sollte man spätestens hier an die Stempelstelle denken, falls man es durch die ganze Kletterei und tolle Aussicht am Anfang schlichtweg vergessen hat. Insgesamt ist die Strecke auf diesem Rundwanderweg ca. 8 km lang und auf der Höhe von Timernoder gibt es mit dem Helsunger Krug sogar eine Einkehrmöglichkeit. 

  • Schwierigkeitsgrad: Leicht
  • Höhenmeter: 250 m
  • auch für Kinder geeignet: Ja
  • Strecke: 8 km
  • Dauer: gut zu schaffen in zwei Stunden, hängt natürlich von den Foto- und Verpflegungspausen ab:)
  • Parken/Ausschilderung: Gut

Die Teufelsmauer im Harz rund um Blankenburg - Katharina vor der Teufelsmauer

Und zu guter Letzt?

Schöne, kurzweilige Wanderung, auf der es so viel zu erkunden gibt. Natur pur! Durch die abwechslungsreiche Strecke auf dem Kamm und die unzähligen Felsen und Höhlengänge am Hamburger Wappen,  haben hier definitiv auch Kinder einen Riesen Spaß. Da es streckenweise und gerade am Fuße der Teufelsmauer meistens durch bewäldertes Terrain geht, ist die Strecke auch im Hochsommer sicherlich sehr angenehm. Einen weiteren Bericht von der Teufelsmauer gibt es übrigens hier.

 

Mehr Harz-Atmosphäre kannst du übrigens hier schnuppern:

Die Teufelsmauer im Harz: Rund um Weddersleben

Der Heinrich-Heine-Weg im Harz: Die schönste Wanderung auf den Brocken

 

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